APIC verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 EBITDA-Wachstum von 55 % und erreicht 44 Millionen US-Dollar

17.08.2026

RAMALLAH, Palästina, 17. August 2026 /PRNewswire/ -- Die Arab Palestinian Investment Company (APIC) gab ihre konsolidierten Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 bekannt und vermeldete eine starke Geschäftsentwicklung, ein deutliches Umsatz- und Rentabilitätswachstum sowie eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Arab Palestinian Investment Company (APIC) Logo

Der Umsatz belief sich auf 688,2 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das EBITDA stieg um 55 % und belief sich auf 44 Millionen US-Dollar. Auch das Betriebsergebnis stieg um 53 % und belief sich auf 31 Millionen US-Dollar. Der konsolidierte Nettogewinn belief sich auf rund 5,5 Millionen US-Dollar. Der den APIC-Aktionären zurechenbare Nettogewinn stieg deutlich an und erreichte rund 6,6 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von 1866 % entspricht. Auch das Ergebnis je Aktie stieg im ersten Halbjahr 2026 erheblich auf 0,040 US-Dollar, was einem Anstieg von 1806 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Bilanzsumme belief sich auf 1,05 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 4,7 % gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht. Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich auf 774,2 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 5,5 % entspricht. Das den APIC-Aktionären zurechenbare Eigenkapital belief sich auf 235,3 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 2,6 % gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.

Tarek Aggad, Vorsitzender und Geschäftsführer von APIC, erklärte: „Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 spiegeln die Stärke und Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells von APIC und seiner Tochtergesellschaften sowie die Effizienz der Betriebsabläufe wider, trotz der anhaltenden wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen, mit denen unsere Unternehmen auf lokaler und regionaler Ebene konfrontiert sind."

Aggad wies auf die anhaltende Rezession hin, die auf die Einbehaltung der für die Palästinensische Autonomiebehörde eingezogenen Steuereinnahmen durch die israelische Besatzungsmacht zurückzuführen ist, wodurch die Fähigkeit der palästinensischen Regierung eingeschränkt wird, ihren Beschäftigten die vollen Gehälter zu zahlen und ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem privaten Sektor nachzukommen. Diese Umstände haben sich wiederum negativ auf die Geschäftsentwicklung der Konzerngesellschaften ausgewirkt. Er wies darauf hin, dass die direkten und indirekten ausstehenden Verbindlichkeiten der Palästinensischen Autonomiebehörde gegenüber den APIC-Tochtergesellschaften ein beispielloses Niveau erreicht haben und sich auf rund 174 Millionen US-Dollar belaufen.

Aggad wies zudem auf anhaltende externe Herausforderungen in der Türkei im Zusammenhang mit der Anwendung des International Accounting Standard (IAS) 29 hin, aufgrund dessen APIC im ersten Halbjahr 2026 nicht zahlungswirksame Verluste in Höhe von rund 5 Millionen US-Dollar verzeichnete.

Informationen zu APIC

APIC ist eine Investmentgesellschaft in Form einer Aktiengesellschaft, die an der Palestine Exchange (PEX: APIC) notiert ist. Über ihre Tochtergesellschaften ist die APIC mit einem diversifizierten Beteiligungsportfolio in den Bereichen Produktion, Handel, Vertrieb und Dienstleistungen in Palästina, Jordanien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Irak sowie in der Türkei vertreten: Siniora Food Industries Company; Unipal General Trading Company; Palestine Automobile Company; Medical Supplies and Services Company; National Aluminum and Profiles Company (NAPCO); Reema Hygienic Paper Company; Sky Advertising and Promotion Company; Arab Leasing Company und Arab Palestinian Storage and Cooling Company. Das Unternehmen strebt zudem eine Diversifizierung seiner Investitionen und geografischen Ausrichtung über Palästina hinaus auf regionale und globale Märkte an. Dies erfolgt über seinen Investmentbereich APIC Capital, der ein Portfolio verwaltet, das direkte Beteiligungen an privaten und börsennotierten Unternehmen sowie Investitionen in eine ausgewählte Gruppe führender Fonds für außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen und Risikokapital vereint. APIC beschäftigt über ihre Tochtergesellschaften insgesamt mehr als 3400 Menschen. Weitere Informationen finden Sie auf https://apic.ps/

 

 

 

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.