Bereich Grüne Landwirtschaftskette auf der 4. CISCE: KI-gestützte Innovation in den globalen Lieferketten der Agrar- und Lebensmittelbranche

26.06.2026

BEIJING, 26. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Der Bereich Grüne Landwirtschaftskette" der vierten China International Supply Chain Expo (CISCE) brachte mehr als 100 Agrarunternehmen aus der ganzen Welt zusammen. Mit dem Fokus auf der Zukunft der technologiegestützten Landwirtschaft präsentierte der Bereich Innovationen entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette und bot eine Plattform für den internationalen Austausch, um die Sicherheit der globalen Agrar- und Lebensmittelversorgungsketten zu gewährleisten.

Green Agriculture Chain Section: Making Food Safer

Eine Koalition globaler Partner der Lieferkette, darunter die China State Railway Group, ICBC, China Telecom, SINOMACH, COSCO Shipping, die Huafeng Meteorological Media Group, Cargill, die Louis Dreyfus Company, die CP Group, Syngenta und McDonald's China, unter der Leitung von COFCO, hat eine gemeinsame Initiative zum Aufbau einer sicheren und widerstandsfähigen globalen Agrar- und Lebensmittelversorgungskette veröffentlicht. Die Initiative ruft alle Beteiligten dazu auf, bewährte Verfahren in der Lieferkette untereinander auszutauschen, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Risiken zu stärken, die Einführung neuer Technologien entlang der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu beschleunigen sowie die Modernisierung der Landwirtschaft, die digitale Transformation und eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Künstliche Intelligenz (KI) war eines der zentralen Themen dieses Bereichs. Die Beidahuang Group stellte ein auf Compliance ausgerichtetes KI-Modell für die Landwirtschaft vor, das durch autonome Landmaschinen und ein fünfdimensionales Netzwerk zur Überwachung landwirtschaftlicher Flächen unterstützt wird. SINOMACH stellte sein Portfolio an intelligenten landwirtschaftlichen Geräten sowie eine KI-gestützte Plattform für den landwirtschaftlichen Betrieb vor. Inner Mongolia Jishuo Technology präsentierte weltweit erstmals sein KI-Beratungssystem für die Viehzucht, dessen firmeneigene Sensoren eine langfristige Überwachung der Tiergesundheit ermöglichen.

Führende chinesische und internationale Lebensmittelunternehmen präsentierten das gesamte Ökosystem vom Erzeuger zum Verbraucher. Die CP Group stellte ihr integriertes Lieferkettenmodell Agriculture 4.0 vor. McDonald's China und Yum China stellten Partnerschaften im Bereich der regenerativen Landwirtschaft sowie autonome Logistiklösungen vor, die temperaturgeführte Lieferanforderungen erfüllen können. Syngenta veröffentlichte ein praktisches Handbuch zu Methoden der regenerativen Landwirtschaft in China. Yili, Feihe und Junlebao präsentierten Rückverfolgbarkeitssysteme für Milchprodukte und eigene Züchtungstechnologien, während regionale Ausstellungsdelegationen aus Qinghai und Tianjin Bio-Produkte aus dem Hochland sowie spezielle Lebensmittel für den Verbraucher vorstellten.

Der Bereich bot zudem weitere grenzüberschreitende Dienstleistungen. Die Agricultural Bank of China feierte ihr Debüt auf der Messe und präsentierte Lösungen im Bereich der intelligenten Landwirtschaft. Die Optimize Integration Group demonstrierte, wie KI dazu beitragen kann, die Zollabfertigungszeiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu verkürzen. Auch internationale Lagerdienstleister und Zertifizierungsorganisationen für nachhaltige Sojabohnen nahmen an diesem Bereich teil.

Der Bereich brachte multinationale Unternehmen, führende chinesische Agrarunternehmen, regionale Industriecluster und Technologieinnovatoren zusammen und präsentierte Entwicklungen bei der Modernisierung der Landwirtschaft und der digitalen Transformation in der gesamten Branche. Digitale Innovationen ermöglichen eine präzisere und effizientere Landwirtschaft, und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärkt die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit der weltweiten Agrar- und Lebensmittelversorgungskette.

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Biomarker im Speichel: Zürcher Studie ebnet Weg zu Schnelltest gegen Übermüdung

15.06.2026

Forschende der Universität Zürich (UZH) haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sich akuter Schlafmangel im Speichel nachweisen lässt. In einer aktuellen Studie identifizierte das Team um Thomas Krämer vom Institut für Rechtsmedizin eine Art metabolischen Fingerabdruck, der starke Übermüdung zuverlässig anzeigt. Die Resultate wurden im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht und von Krämer als „Meilenstein für die forensische Forschung“ bezeichnet.

Für die Untersuchung rekrutierten die Wissenschaftler 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden durchliefen drei Szenarien: eine Nacht komplett ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf. Nach jeder Phase wurden Speichelproben entnommen und mittels hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Mithilfe von maschinellem Lernen suchte das Team nach molekularen Mustern, die spezifisch auf akuten Schlafentzug hinweisen.

Die Auswertung ergab, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst. Aus zehntausenden gemessenen Molekülen filterten die Forschenden schließlich zehn spezifische Biomarker heraus, die als Signatur für akuten Schlafmangel dienen könnten. Diese erstmals im Speichel identifizierten direkten Marker für Übermüdung unter alltagsnahen Bedingungen gelten aus Sicht der UZH als Grundlage für neue diagnostische Verfahren.

Langfristig zielt das Projekt auf die Entwicklung eines Schnelltests, der vor Ort eingesetzt werden könnte – etwa im Strassenverkehr, in sicherheitskritischen Berufen oder bei der forensischen Abklärung von Unfällen. Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich derzeit um eine Grundlagenstudie mit einer kleinen und homogenen Probandengruppe handelt. Bevor ein solcher Speicheltest in der Praxis Anwendung findet, seien umfangreichere Untersuchungen mit grösseren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen erforderlich.