Die Vereinbarung sieht die Umsetzung nationaler Überwachungsmaßnahmen, der UEMIS-Marktinfrastruktur sowie der auf Aptos basierenden IMDC-Verifizierung vor, um den Zugang des Tschad zu den Klimamärkten gemäß Artikel 6 zu beschleunigen
LUXEMBURG, 25. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die Republik Tschad und Xange.com gaben heute die Unterzeichnung einer Absichtserklärung bekannt, wonach die digitalen dMRV-Systeme (Monitoring, Reporting and Verification) sowie die UEMIS-Lösungen (Unified Environmental Market Infrastructure Solutions) von Xange.com eingesetzt werden sollen, um die Teilnahme des Tschad an den internationalen Umweltmärkten gemäß Artikel 6.2 des Pariser Abkommens zu unterstützen. Im Rahmen der Umsetzung werden verifizierte Daten zu staatlichen Klimaschutzmaßnahmen über „Immutable Metadata Digital Certifications" (IMDCs) auf Aptos verankert, wodurch eine überprüfbare Verifizierungsschicht für die Naturkapital des Tschad geschaffen wird.

Das Abkommen verschafft dem Tschad die nationalen Überwachungs-, Verifizierungs- und Marktinfrastrukturen, die erforderlich sind, um sein staatliches Umweltkapital in international handelbare Emissionsminderungsgutschriften umzuwandeln.
Im Rahmen der Absichtserklärung wird Xange.com dem Tschad drei Kernkompetenzen zur Verfügung stellen:
„Der Tschad verfügt über bedeutendes staatliches Umweltkapital. Was bisher gefehlt hat, ist die Infrastruktur, um dieses Kapital zu überprüfen, zu registrieren und auf internationale Märkte zu bringen", sagt Esteban van Goor, CEO und Gründer von Xange.com. „Diese Vereinbarung gibt dem Tschad die Mittel an die Hand, um den Schritt vom Potenzial zur aktiven Beteiligung zu vollziehen und den vollen Nutzen aus seinen Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen des Pariser Abkommens zu ziehen."
Durch den Einsatz der umfassenden Infrastrukturlösungen von Xange.com kann der Tschad seinen Weg zur Marktteilnahme gemäß Artikel 6 beschleunigen und verifizierte Umweltdaten in staatliche Vermögenswerte umwandeln, die internationalen Käufern und Klimafinanzierungsinstitutionen zugänglich sind.
Informationen zu Xange.com
Xange.com International Holding S.à r.l. ist ein in Luxemburg ansässiges Unternehmen für Umweltinformationssoftware und Marktinfrastruktur, das Regierungen und Unternehmen digitale MRV-Systeme, Marktinfrastrukturlösungen, Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die Teilnahme am Umweltmarkt gemäß Artikel 6 anbietet. www.xange.com
Informationen zur Aptos Foundation
Die Aptos Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung und das Ökosystem des Aptos-Protokolls zu fördern. Durch die Bereitstellung einer Blockchain mit nahtloser Benutzerfreundlichkeit möchte die Aptos Foundation die Vorteile der Dezentralisierung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Weitere Informationen finden Sie auf www.aptosfoundation.org.
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Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.
Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.
Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.
Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.