SHANGHAI, 21. September 2026 /PRNewswire/ -- In einer Keynote-Rede zum Thema Innovationen in der Rechenarchitektur auf der HUAWEI CONNECT 2026 stellte Yang Chaobin, Vorstandsmitglied und CEO der ICT Business Group bei Huawei, neue Details zur „UnifiedBus"-Verbindungsarchitektur vor, kündigte eine Reihe von Rechenprodukten an, die auf dieser Architektur basieren, und erläuterte, wie das Unternehmen mit Open-Source-Communities zusammengearbeitet hat, um Anwendungsinnovationen durch Kunden, Partner und Entwickler zu ermöglichen.

In einer herkömmlichen Rechnerarchitektur nimmt die Ressourcenauslastung mit zunehmender Clustergröße ab. Von der Rechenkapazität eines Clusters mit 100.000 NPUs werden von Modellen tatsächlich nur 20 % genutzt, während ein Großteil der Rechenleistung während der Datenkommunikation ungenutzt bleibt. Ein Modell mit 10 Billionen Parametern, dessen Training riesige Mengen an Zwischendaten erfordert, übersteigt bei herkömmlichen Architekturen die Speicherkapazität eines einzelnen Beschleunigers bei weitem. Die Vernetzung und Kommunikation zwischen den Komponenten innerhalb eines Clusters ist zu einem zentralen Leistungsengpass für Rechensysteme geworden.
Laut Yang besteht die Lösung von Huawei für diesen Engpass in seiner neuen Rechenarchitektur, die auf der als „UnifiedBus" bezeichneten Verbindungstechnologie basiert und die Zusammenarbeit zwischen Clustern und SuperPoDs erleichtert. Diese Architektur wurde entwickelt, um den Boom bei der Rechennachfrage zu bewältigen, der sich abzeichnet, wenn neue agentenbasierte Anwendungen auf den Markt kommen. UnifiedBus-basierte Rechensysteme zeichnen sich durch vier wesentliche Merkmale aus:
Anschließend stellte Yang die neuesten UnifiedBus-Verbindungsprodukte von Huawei vor, die die Verbindung innerhalb von Schränken, zwischen Schränken und über Cluster hinweg abdecken. Dies ermöglicht eine elastische Skalierung von einem einzelnen Schrank bis hin zu einem Cluster mit einer Million NPUs.
Yang stellte außerdem den auf der UnifiedBus-Technologie basierenden agentenbasierten KI-SuperCluster von Huawei vor, der aus TaiShan 950- und Atlas 960 SuperPoDs, einem OceanStor M900-Speichersystem sowie einem Xinghe UBG-Switch besteht. Dieser Cluster ermöglicht vielfältige Rechenkooperationen und eine abgestufte Bündelung von Ressourcen.
Über SuperPoDs hinaus hat Huawei die UnifiedBus-Technologie auch auf seine Rechenappliances angewendet. Das Unternehmen hat eine neue Serie von UnifiedBus-basierten Appliances (die ein bis acht NPUs unterstützen) sowie Kunpeng- und Ascend-Module entwickelt, die es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, Modelle mit Billionen von Parametern lokal auszuführen.
Was das Ökosystem betrifft, erklärte Yang, dass Ascend mit Open-Source-Frameworks wie DeepSeek Harness, OpenCode und openJiuwen zusammenarbeitet, um vollständig quelloffene Plugins für intelligente Verwaltung, Inferenzbeschleunigung und Sicherheits-Framework-Agenten zu entwickeln.
Yang versprach: „Huawei hat sich der Innovation auf Systemebene verschrieben, dem Aufbau eines Produktportfolios für Computing-Grundlagen sowie dem Übergang zu Open Source und offenen Systemen. Wir werden weiterhin mit Kunden, Partnern und Entwicklern zusammenarbeiten, um dieses Ökosystem zum Blühen zu bringen und der Welt eine neue Option für Rechenleistung zu bieten."
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Roche versucht nach einer Phase von Forschungsrückschlägen und Belastungen durch auslaufende Patente, das Tempo in der Medikamentenentwicklung deutlich zu erhöhen. Am Pharma-Investorentag unterstrich die Pharmasparte des Basler Konzerns den Anspruch, in Forschung und Entwicklung weiter zur Spitzengruppe zu gehören. Zentral sind dabei ein strengeres Management der Pipeline, Effizienzprogramme und der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz entlang der Wertschöpfungskette.
Pharma-Chefin Teresa Graham verwies auf eine sichtbar verbesserte Bilanz seit dem letzten „Pharma Day“: In zehn zulassungsrelevanten Studien habe Roche die gesetzten Ziele erreicht, sechs Programme seien in die zulassungsrelevende Phase vorgerückt, drei weitere in Phase II. Insgesamt verfügt Roche nach eigenen Angaben über bis zu 20 neue Wirkstoffe, die bis 2030 auf den Markt kommen könnten. Einzelne Kandidaten wie das Brustkrebsmittel Giredestrant traut der Konzern dabei jeweils Spitzenumsätze im zweistelligen Milliardenbereich zu.
Um diese Ambitionen abzusichern, verschärft Roche die internen Selektionskriterien. Ende 2023 führte der Konzern mit „The Bar“ einen neuen Bewertungsrahmen für die Pipeline ein. Nur Wirkstoffkandidaten, die klar definierte Anforderungen erfüllen, werden weiterentwickelt. Medizinchef Levi Garraway bezeichnete „The Bar“ als Leitbild für Forschung und Entwicklung. Die Auswahl potenzieller Projekte sei damit spürbar strenger geworden – mit dem Ziel, Ressourcen konsequent auf die Erfolg versprechendsten Programme zu konzentrieren und die Erfolgsquote in späten Studienphasen zu stabilisieren oder weiter zu erhöhen.
Parallel dazu treibt Roche ein Effizienzprogramm voran, um Mittel aus weniger renditestarken in wachstumsstärkere Projekte umzuschichten. Die Entwicklung neuer Medikamente soll deutlich beschleunigt werden, was insbesondere in umkämpften Indikationen wie Onkologie sowie in wachstumsstarken Bereichen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen an Bedeutung gewinnt. Damit will Roche erwartete Umsatzeinbussen durch Patentabläufe mehr als kompensieren und sich bis zum Ende des Jahrzehnts ein Portfolio aufbauen, das von mehreren potenziellen Blockbustern getragen wird.