Die Teradar GmbH wird die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf den globalen Märkten für autonom fahrende Fahrzeuge durch Chipkomponenten und Lieferketten „Made in Europe" stärken.
BOSTON und WIESBADEN, Deutschland, 17. August 2026 /PRNewswire/ -- Teradar, ein in den USA ansässiger Entwickler von Terahertz (THz)-Bildgebungstechnologie, gab heute die Gründung der Teradar GmbH in Deutschland bekannt, dem ersten europäischen Hauptsitz des Unternehmens. Da Teradar mit seinen Terahertz-Bildgebungssensoren bei den führenden europäischen Automobilherstellern zunehmend kommerziellen Erfolg erzielt, bietet die Teradar GmbH eine neue Chance, die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem Chipmarkt und auf den globalen Märkten für autonom fahrende Fahrzeuge zu stärken.
Zwar haben ADAS- und AD-Technologien wie Kameras, Radar und LiDAR die Fahrzeugsicherheit verbessert, doch versagen diese Ansätze in realen Szenarien nach wie vor: bei Nacht, bei schlechtem Wetter oder wenn ungeschützte Verkehrsteilnehmer sich in unmittelbarer Nähe von Fahrzeugen oder anderen Objekten befinden. Diese entscheidende Lücke unterstreicht die Notwendigkeit der Terahertz-Bildgebung, die eine 20-mal höhere Auflösung als herkömmliche Radarsysteme bietet, bei Nebel, Regen und Schnee allwettertauglich ist und in einer Halbleiterbauweise zu geringeren Kosten als Lidar bereitgestellt wird. Nachdem Teradar seinen ersten bezahlten Testauftrag bei einem großen deutschen Automobilhersteller erhalten hat, ist das Unternehmen in einer einzigartigen Position, um die Branche bei der Weiterentwicklung der Fahrzeugsicherheit und der Funktionen für autonomes Fahren zu unterstützen.
Europa hat die Entwicklung sicherheitskritischer Sensor- und autonomer Fahrtechnologien für widrige Wetterbedingungen mit öffentlichen Mitteln in Höhe von über 130 Millionen Euro gefördert, wobei die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, einen Ansatz nach dem Motto „KI an erster Stelle, Sicherheit an erster Stelle" forderte. Sie plädierte für gemeinsame Anstrengungen zur Förderung selbstfahrender Autos und hob dabei die potenziellen Vorteile für die Automobilbranche und die Verkehrssicherheit hervor, die gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken würden.
„Europa hat bei der Weiterentwicklung autonomer Fahrzeuge frühzeitig eine Vorreiterrolle übernommen, und die Sicherheitsvorteile der Terahertz-Bildgebung werden diesen Kurs weiter sichern", so Dr. Gunnar Juergens, Senior Vizepräsident für Geschäftsentwicklung und Kundenerfolg. „Nur Europa ist in der Lage, die Chips herzustellen, die für die Umsetzung dieser globalen Technologie erforderlich sind. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, die technologische Führungsrolle in einem Bereich der Chiptechnologie einzunehmen, der für das automatisierte Fahren und die Sicherheit von grundlegender Bedeutung ist."
Die schnell voranschreitende Einführung der Terahertz-Bildgebung in Europa eröffnet eine einmalige Chance, die technologische Führungsrolle im Bereich Fahrzeugsicherheit und Autonomie zurückzugewinnen. Europäische Chiphersteller und Erstausrüster der Automobilindustrie streben ab 2028 die Integration dieser Komponenten in Fahrzeuge an, sofern die europäischen Vorschriften rechtzeitig angepasst werden. Die Unterstützung durch die Regulierungsbehörden wird ein entscheidender Erfolgsfaktor sein, um rasche Fortschritte bei der Einführung zu ermöglichen. Führende Unternehmen aus ganz Europa – darunter BMW, Mercedes-Benz, Volvo, CARIAD, STMicroelectronics, Valeo, Forvia-Hella und CLAAS – haben sich für die unverzügliche Durchführung von Kompatibilitätsstudien zur Terahertz-Bildgebungstechnologie ausgesprochen.
„Autonome Fahrzeuge der nächsten Generation müssen unter realen Wetter- und Lichtverhältnissen zuverlässig funktionieren, nicht nur unter idealen Testbedingungen. Technologien wie die unsere stehen von Natur aus im Einklang mit den europäischen Zielen in den Bereichen öffentliche Sicherheit, Umweltverträglichkeit und regionale Wettbewerbsfähigkeit", schloss Juergens. „Unser Ziel bei der Teradar GmbH ist es, europäischen Herstellern die Möglichkeit zu geben, die in Europa immer höher gesteckten Leistungsanforderungen zu erfüllen und zu übertreffen, die Kompatibilität mit künftigen globalen Sicherheitsstandards sicherzustellen und gleichzeitig die rasche Einführung zuverlässiger, wetterbeständiger Systeme für das automatisierte Fahren zum Wohle aller zu unterstützen."
Informationen zu Teradar
Teradar läutet mit dem weltweit ersten Terahertz-Bildsensor eine neue Ära der Wahrnehmung ein und ermöglicht damit eine Bildgebung in ultrahoher Auflösung bei jedem Wetter und unter allen Lichtverhältnissen. Teradar wurde in Boston von einem wegweisenden Team des MIT und der Stanford University gegründet, das über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Automobiltechnik, fortschrittliches Chipdesign, Elektromagnetik, Photonik und Systemtechnik verfügt. Die Festkörper-Chip-Technologie von Teradar ermöglicht sicherere und intelligentere Fahrzeuge und ebnet den Weg für bahnbrechende Anwendungen in den Bereichen Mobilität, Verteidigung und darüber hinaus. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter teradar.com.
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Forschende der Universität Zürich (UZH) haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sich akuter Schlafmangel im Speichel nachweisen lässt. In einer aktuellen Studie identifizierte das Team um Thomas Krämer vom Institut für Rechtsmedizin eine Art metabolischen Fingerabdruck, der starke Übermüdung zuverlässig anzeigt. Die Resultate wurden im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht und von Krämer als „Meilenstein für die forensische Forschung“ bezeichnet.
Für die Untersuchung rekrutierten die Wissenschaftler 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden durchliefen drei Szenarien: eine Nacht komplett ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf. Nach jeder Phase wurden Speichelproben entnommen und mittels hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Mithilfe von maschinellem Lernen suchte das Team nach molekularen Mustern, die spezifisch auf akuten Schlafentzug hinweisen.
Die Auswertung ergab, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst. Aus zehntausenden gemessenen Molekülen filterten die Forschenden schließlich zehn spezifische Biomarker heraus, die als Signatur für akuten Schlafmangel dienen könnten. Diese erstmals im Speichel identifizierten direkten Marker für Übermüdung unter alltagsnahen Bedingungen gelten aus Sicht der UZH als Grundlage für neue diagnostische Verfahren.
Langfristig zielt das Projekt auf die Entwicklung eines Schnelltests, der vor Ort eingesetzt werden könnte – etwa im Strassenverkehr, in sicherheitskritischen Berufen oder bei der forensischen Abklärung von Unfällen. Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich derzeit um eine Grundlagenstudie mit einer kleinen und homogenen Probandengruppe handelt. Bevor ein solcher Speicheltest in der Praxis Anwendung findet, seien umfangreichere Untersuchungen mit grösseren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen erforderlich.