Über die Datensicherung hinaus: Der Branchenkonsens zur KI-Leistungsarchitektur nimmt auf der Datacloud 2026 Gestalt an

18.06.2026

PARIS, 18. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Ampace nahm gemeinsam mit Vertretern von Eaton, Siemens, Riello UPS und Ramboll auf dem Datacloud Global Congress 2026 an einer Podiumsdiskussion teil, bei der erörtert wurde, wie sich Stromversorgungsarchitekturen weiterentwickeln müssen, um die nächste Generation hochdichter KI-Rechenleistung zu unterstützen.

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Ist Wechselstrom oder Gleichstrom besser für die Anforderungen des High-Density-Computings von morgen geeignet?" brachte Experten aus dem gesamten Ökosystem der Energie- und digitalen Infrastruktur zusammen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie KI-Workloads herkömmliche Stromversorgungssysteme vor Herausforderungen stellen und den Bedarf an einer reaktionsschnellen, skalierbaren und interoperablen Infrastruktur beschleunigen.

Angesichts weiter steigender Rack-Dichten und zunehmender Schwankungen bei den Workloads betonten die Podiumsteilnehmer die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Hyperscalern, Technologieanbietern und dem gesamten Ökosystem der Rechenzentren. Während Hochspannungs-Gleichstromarchitekturen weiterhin Aufmerksamkeit auf sich ziehen, hoben die Teilnehmer hervor, dass die praktische Umsetzung, die Betriebsstabilität und die Kompatibilität mit der bestehenden Infrastruktur nach wie vor entscheidende Faktoren sind.

Ein wiederkehrendes Thema während der gesamten Diskussion war die sich wandelnde Rolle von Batterien in KI-Stromversorgungssystemen. Die Energiespeicherung wird zunehmend nicht nur als Notstromversorgung, sondern als aktive Infrastrukturebene anerkannt, die Lastglättung, Netzkoordination und dynamisches Energiemanagement unterstützt.

Während der Sitzung stellte James Li, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs USV, Rechenzentren und Telekommunikation bei Ampace, fest, dass KI-Workloads Leistungsprofile mit sich bringen, die sich grundlegend von denen traditioneller Rechenzentrumsumgebungen unterscheiden. Er hob den Bedarf an Batteriesystemen hervor, die in der Lage sind, auf hochfrequente Lastschwankungen zu reagieren und gleichzeitig Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bereitschaft für den Notfall zu gewährleisten.

Diese Perspektive wurde während der „Datacloud" von Aaron Schott, UPS-Vertriebsleiter bei Ampace, weiter vertieft. In seinem Vortrag „Smoothing the AI Power Curve" hob Schott hervor, wie fortschrittliche Lithium-Batteriesysteme dazu beitragen können, KI-bedingte Leistungsschwankungen auf der USV-Ebene auszugleichen und so sowohl die Stabilität der Infrastruktur als auch eine zukunftsfähige KI-Einführung zu unterstützen.

Diese Diskussionen spiegeln breitere Branchendiskussionen wider, die 2026 im Rahmen bedeutender Infrastrukturveranstaltungen stattfinden, darunter Themen, die von Ampace und Eaton auf der „Data Center World Washington" im Zusammenhang mit der Glättung von KI-Lasten, Batterieintelligenz und der sich wandelnden Rolle der Energiespeicherung innerhalb von USV-Architekturen erörtert wurden.

Die Diskussion ist von besonderer Relevanz für Europa, wo Netzengpässe, steigende Energiekosten und die Anforderungen der Energieeffizienzrichtlinie (EED) die Nachfrage nach Stromversorgungslösungen erhöhen, die sicher, effizient und mit bestehenden Infrastruktur-Ökosystemen kompatibel sind.

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/uber-die-datensicherung-hinaus-der-branchenkonsens-zur-ki-leistungsarchitektur-nimmt-auf-der-datacloud-2026-gestalt-an-302804877.html

Knappes Votum, weitreichende Folgen: Schweiz dreht Schraube beim Zivildienst an

15.06.2026

Die Schweizer Stimmberechtigten haben einer Verschärfung des Zivildienstgesetzes zugestimmt. Laut definitiven Ergebnissen votierten 52,5 Prozent für die Reform, rund 47,5 Prozent dagegen. Damit setzte sich der Kurs von Bundesrat und Parlament durch, den Zivildienst wieder klar als Ausnahme und nicht als gleichwertige Alternative zum obligatorischen Militärdienst zu definieren. Die Stimmbeteiligung lag mit rund 58 Prozent vergleichsweise hoch; 1'690'343 Personen legten ein Ja in die Urne, 1'531'878 stimmten Nein.

Das Ergebnis offenbart deutliche regionale Bruchlinien. Während viele deutschsprachige Kantone die Reform klar unterstützten – etwa Aargau mit 56,2 Prozent, St. Gallen mit 58,9 Prozent, Graubünden mit 59,3 Prozent und Luzern mit 56,9 Prozent Ja – fiel das Verdikt in der Romandie gespalten aus. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura lehnten die Vorlage ab, mit Nein-Anteilen von bis zu gut 60 Prozent im Jura. Basel-Stadt stellte sich ebenfalls gegen die Verschärfung, und der Kanton Zürich kippte nach Auszählung der städtischen Stimmen knapp ins Nein-Lager. Demgegenüber sagten Wallis (57,1 Prozent), Freiburg (50,2 Prozent) und das Tessin (53,9 Prozent) Ja zur Reform.

Kern der Vorlage ist ein Paket von sechs Massnahmen, die den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst deutlich unattraktiver machen sollen. Künftig müssen alle, die in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten – unabhängig davon, wie viele Tage im Militär noch offen wären. Für Unteroffiziere und Offiziere gilt damit neu derselbe Umrechnungsfaktor von 1,5 Zivildiensttagen pro verbleibendem Militärdiensttag wie für einfache Soldaten. Wer alle Armee-Ausbildungstage bereits absolviert hat, kann künftig nicht mehr in den Zivildienst wechseln, um der Schiesspflicht zu entgehen.

Zusätzlich werden der zeitliche Rahmen und die Einsatzmöglichkeiten enger gezogen. Zivildienstleistende müssen ab dem Jahr nach ihrem ersten Einsatz jährlich Dienst leisten, bis alle vorgeschriebenen Tage erfüllt sind. Wer vor oder während der Rekrutenschule ein Gesuch stellt, muss den langen Anfangseinsatz von 180 Tagen bereits im Jahr nach der Zulassung absolvieren. Einsätze, die ein begonnenes Medizinstudium voraussetzen, werden gestrichen – offiziell, weil der Armee medizinisches Personal fehlt. Bürgerliche Parteien werteten das Ja als Bestätigung, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleiben solle; die links-grüne Nein-Allianz verweist angesichts des knappen Resultats auf die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Zivildienst und kündigt an, weitere Verschärfungen bekämpfen zu wollen.