Vierte China International Supply Chain Expo in Peking eröffnet

24.06.2026

PEKING, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Die vierte China International Supply Chain Expo (CISCE) wurde am 22. Juni in Peking eröffnet.

Fourth China International Supply Chain Expo Opens in Beijing

Es ergriffen außerdem der südafrikanische Vizepräsident Paul Mashatile, der Generalsekretär der Internationalen Handelskammer, John W.H. Denton AO, sowie Xi Guohua, Vorsitzender der CITIC Group, das Wort. Jennifer Jordan-Saifi, Geschäftsführerin der Sustainable Markets Initiative, verlas eine Glückwunschbotschaft Seiner Majestät König Charles III. des Vereinigten Königreichs zur 4. CISCE. An der Eröffnungsfeier nahmen rund 1300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Organisationen aus mehr als 100 Ländern und Regionen teil.

Ren Hongbin, Vorsitzender des Chinesischen Rates zur Förderung des internationalen Handels (CCPIT), betonte, dass der Schwerpunkt der 4. CISCE auf nachhaltigem Wirtschaftswachstum, einer Vertiefung der Handels- und Investitionsbeziehungen sowie einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit entlang der Industrie- und Lieferketten liege. Er betonte, dass die Messe chinesischen und internationalen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen soll, und bekräftigte das Engagement des CCPIT, globalen Unternehmen leistungsfähige Plattformen zur Handelsförderung und umfassende Unterstützungsleistungen bereitzustellen, um stärkere Partnerschaften in Industrie und Lieferketten zu fördern und zu einer offeneren Weltwirtschaft beizutragen.

Ein wichtiger Höhepunkt der Eröffnungszeremonie war die gemeinsame Veröffentlichung der „4th CISCE Beijing Initiative" durch den CCPIT und führende Vertreter der globalen Wirtschaft.

Die vom CCPIT ausgerichtete 4. CISCE steht unter dem Motto „Connecting the World for a Shared Future" („Die Welt verbinden für eine gemeinsame Zukunft"). Fünf internationale Organisationen unterstützen die Veranstaltung, darunter die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht, die Weltorganisation für geistiges Eigentum, das Internationale Handelszentrum sowie die Internationale Handelskammer. Australien ist das Ehrengastland. Die französische Region Auvergne-Rhône-Alpes und die italienische Region Ligurien nehmen als erste internationale Ehrenregionen teil, während Anhui und Hainan als chinesische Gastprovinzen vertreten sind. Die Ausstellung deckt sechs zentrale Lieferketten ab: digitale Technologien, fortschrittliche Fertigung, nachhaltige Landwirtschaft, Gesundheit und Lebensqualität, intelligente Fahrzeuge und saubere Energie sowie ein eigener Ausstellungsbereich für Supply-Chain-Dienstleistungen. Diese umfassende Struktur zeigt sich darin, dass die Messe 676 führende Unternehmen, spezialisierte und innovative kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Branchenverbände aus 85 Ländern und Regionen sowie internationale Organisationen zusammenbringt.

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.